Was ist Coaching?

Ursprünglich ist der Begriff Coaching aus dem Sport bekannt. Hier wird weit über eine reine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit hinaus mit psychologisch fundierten Trainingsmethoden gearbeitet.

In der weiteren Entwicklung hat sich Coaching erfolgreich in der Führung von Organisationen etabliert. Es findet Anwendung durch die Erweiterung des personen- und entwicklungsorientierten Führungsstils, um so den Mitarbeitern zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit und persönlichen Weiterentwicklung zu verhelfen.

Coaching wird heute vielfach als Begleitungsprozess für Manager und Führungskräfte in Organisationen in Form von externem Coaching eingesetzt. Es dient hierbei unter anderem der Entwicklung geeigneter Führungs- und Problemlösungsstrategien sowie der Zielreflexion und -erreichung. Es unterstützt die Problemlösungskompetenzen und Flexibilität für neue Situationen zu erhöhen. Es dient auch zur Klärung der persönlichen Motivation und Entwicklung der beruflichen Karriere sowie der Erhaltung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Work-Life-Balance.

Coaching stellt eine individuelle Begleitung auf Prozessebene dar, d. h. der unabhängige Coach gibt keine Lösungsvorschläge vor. Er erwirkt durch aktive Gesprächsführung und motivierende Zuversicht, dass der Klient die für sich optimalen und stimmigen Lösungswege selbst findet. Es werden keine manipulativen Techniken eingesetzt, es wirken transparente Interventionen.

Coaching findet immer auf Basis von beidseitigem Vertrauen, Wertschätzung und Freiwilligkeit des Klienten statt. Es erfolgt über mehrere Sitzungen und ist zeitlich befristet. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und damit die Selbstmanagementfähigkeiten zu erhöhen - so dass der Klient nach Abschluss des Coaching-Prozesses in der Lage ist, die neu erschlossenen Kompetenzen selbstständig, flexibel und situativ in die Praxis zu transferieren.

Was ist Coaching nicht?

Coaching ist keine Therapie. Eine Therapie ist eine Maßnahme zur Behandlung einer Krankheit aufgrund einer Diagnose mit dem Ziel der Heilung. Ziel einer Therapie ist die Wiederherstellung der körperlichen und/oder psychischen Funktion und gleichzeitig der Aufbau der Selbststeuerungsfähigkeit. Handelt ein Mensch unbewusst danach, ein unbefriedigtes Bedürfnis zu kompensieren, kann dies dazu führen, dass er nicht selbststeuerungsfähig ist.

Voraussetzung für ein Coaching hingegen ist eine vorhandene Selbststeuerungsfähigkeit. Diese ist vorhanden, sofern ein Mensch selbstständig in der Lage ist, seine Handlungen bewusst zu steuern. Ziel im Coaching ist eine Verbesserung der Situation mit Hilfe des übergeordneten Ansatzes, die persönlichen Selbstmanagementkompetenzen zu erweitern. Es erforscht also vielmehr Ressourcen, um bisher nicht genutzte Kompetenzen proaktiv nutzen zu können. Insofern schließt eine Therapie ein paralleles Coaching nicht aus, ist hiervon aber klar abzugrenzen in seiner Art und Wirkungsweise.

Coaching ist keine Beratung und bedeutet für mich nicht, Ihnen einen Weg zum Ziel zu raten. Coaching bedeutet für mich, dass Sie sich - mit meiner Unterstützung - ein Ziel erschaffen und ich Sie auf dem für Sie optimalen Weg dorthin begleite. Die optimale Lösung eines Anliegens kann am besten derjenige herbeiführen, der die Situation am besten kennt – nämlich Sie als Klient selbst. Dabei kann es stelleweise dennoch hilfreich sein - sofern die Fachkompetenz beim Coach vorhanden ist und es dem Coaching-Prozess dient - als Coach einen Expertenrat anzubieten.

Wirkungszusammenhänge im Coaching-Prozess

Für einen erfolgreichen Coaching-Prozess bedarf es einiger Grundeigenschaften. Elementar ist, dass ein Mensch den Sinn erkennt, eine Veränderung herbeiführen zu wollen. Dafür muss das Ziel noch nicht klar sein. Vielmehr genügt die Tatsache, vielleicht auch unbewusst, dass es so nicht weiter gehen kann.

Darüber hinaus sollte Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit vorhanden sein, um an der Situation durch die eigene Einstellung und/oder das eigene Verhalten etwas verändern zu können.

Wer sich schon frühzeitig als einen Teil eines komplexen sozialen Systems sieht, dem gelingt es umso besser, hier heraus eine positive Grundhaltung einzunehmen. Schließlich kann nur jeder für sich einen Teil zum System beitragen und sollte sich bewusst sein, dass es nicht Ziel ist, die Menschen um sich herum zu verändern.

Sind dann Neugier und Offenheit für neue Wege und Gedanken im Menschen vorhanden, so ist eine Verbesserung der Gesamtsituation sehr gut möglich.

Dabei erarbeitet der Klient die für ihn passenden Lösungen mit Unterstützung des Coaches, indem der Coach durch zielführende Fragen und authentisches Reflektieren durch einen systemischen Prozess begleitet. Oftmals einhergehend sind emotionale Impulse. Dadurch wird Bewusstsein geschaffen und es werden neue Perspektiven eröffnet.

Sofern ein Anliegen besteht, kann die dadurch entstehende Energie genutzt werden, der Sinnhaftigkeit auf den Grund zu gehen und neue Perspektiven und Erkenntnisse zu erlangen. So kann die Energie in positive Kraft umgesetzt werden, aus der sich wie selbstverständlich neue Wege erschließen.
Die Anliegen können vielfältiger Art sein, z. B. wiederkehrende Konflikte im beruflichen Umfeld oder individuelle, persönliche Herausforderungen. Ebenso kann in einer bevorstehenden neuen Situation Coaching eine überaus sinnvolle Begleitung sein. Coaching kann auch eigens zur persönlichen Weiterentwicklung genutzt werden, um z. B. noch konstruktiver, lebendiger, mit mehr Nähe oder auch mit mehr Distanz zu arbeiten, Mitarbeiter zur aktiveren Mitarbeit zu motivieren oder als Führungskraft selbst als Coach zu fungieren.

Ablauf eines Coaching-Prozesses – Aus der Praxis

Zuerst führen wir ein erstes unverbindliches Gespräch zum Kennenlernen. Hierbei werden Möglichkeiten wie auch Grenzen im Coaching sowie Konditionen besprochen. Danach haben beide Partner die Gelegenheit in Ruhe über das Angebot nachzudenken. Passt die Chemie zwischen Ihnen und mir, wird in einem ersten Gespräch nach das Anliegen in einer Orientierungsphase genauer betrachtet und ein Ziel sorgsam herausgearbeitet.

In der Analysephase gehen wir ihrem Anliegen auf den Grund und betrachten es aus für Sie neuen Perspektiven. Sie werden herausgefordert, sich mit Ihrem Anliegen näher auseinanderzusetzen und erhalten mehr Klarheit über unbewusste Situationen oder Handlungen. Hierfür wende ich individuell unterschiedliche Methoden an, ganz wie es zu Ihrer spezifischen Situation passt. Diese reichen von der systemischen Gesprächsführung durch Fragen auf Prozessebene bis hin zu Methoden zur Persönlichkeitsentwicklung wie „Das innere Team“ (Pluralität des menschlichen Innenlebens von Friedemann Schulz von Thun). Sie werden dazu angeregt, über neue Gedanken eine Klärung von unschlüssigen Anliegen bis hin zu Aha-Erlebnissen zu erzielen. In der Change-Phase erarbeiten Sie sich mit meiner Unterstützung die ersten Schritte, um Ihrem persönlichen Ziel näher zu kommen.

Da ich der Überzeugung bin, dass Lebendigkeit und Zuversicht gepaart mit Geduld und Humor einen positiven Einfluss auf dem Weg zum Ziel haben, zeichnet sich meine Arbeit durch anschauliches, transparentes Coaching in offener, ungezwungener Atmosphäre aus.

Rahmenbedingungen – Voraussetzungen für einen fruchtbaren Coaching-Prozess

Grundvoraussetzung ist die Freiwilligkeit und der Veränderungswunsch des Klienten selbst. Ohne diese Eigenmotivation ist jeder Coaching-Prozess wirkungslos.

Vertrauen, Wertschätzung und Offenheit zwischen Klient und Coach sind im Coaching-Prozess eine ebenso elementare Voraussetzung. So kann es sein, dass sich zwei Menschen nicht riechen können bzw. der Gegenüber einem überhaupt nicht sympathisch ist. Auf einer solchen Basis kann kein erfolgreicher Coaching-Prozess entstehen.

Wenn Neugierde und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung beim Klienten vorhanden sind, steht einem spannenden neuen Weg nichts mehr im Wege. Sie werden bei mir ein Umfeld finden, in dem wir uns wertfrei und absolut vertraulich begegnen und Sie nicht nur in Ihrer Funktion, sondern insbesondere als individueller Mensch wahrgenommen werden.